Bürgerantrag für ein klimaneutrales Traunstein bis 2030

In Traunstein werden aktuell Unterschriften für einen Bürgerantrag gesammelt.

Damit sich der Traunsteiner Stadtrat mit dem Antrag beschäftigen muss, braucht es für Traunstein mind 205 Unterschriften.

Wer mithelfen oder/und unterschreiben (mind 18 Jahre) will, oder eine Unterschriftenliste braucht, schreibt eine Mail an:  hadulla-traunstein@t-online.de

Eine eigene homepage zum Bürgerantrag folgt in kürze

Hier der Antragstext:

Bürgerantrag für ein klimaneutrales Traunstein bis 2030

Wir Bürger*innen von Traunstein fordern den Traunsteiner Stadtrat auf, alle nowendigen Maßnahmen zu ergreifen, damit die Stadt Traunstein bis 2030 klimaneutral wird. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen alle erdenklichen Sofortmaßnahmen in die Wege geleitet werden, unabhängig von der derzeitigen Erstellung eines städtischen Klimaschutzkonzeptes. Es darf keine Zeit mehr ungenutzt verstreichen.

 

Begründung

Wir begrüßen, dass die Stadt Traunstein ein Klimaschutzkonzept in Auftrag gegeben hat. Dieses wird jedoch mehrere Optionen offen lassen, bis wann unsere Stadt Klimaneutralität erreicht haben soll. Bis zu seiner Fertigstellung und Umsetzung wird weitere wertvolle Zeit verstreichen.

Angesichts der drohenden Überschreitung der Klima-Kipppunkte, ab der es kein Zurück mehr gibt, fordern wir jedoch unverzügliches Handeln und die Klimaneutralität bis 2030. Die Stadt Traunstein trägt so ihren Teil zum 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaschutzabkommens bei und könnte damit die Rolle einer Vorbildkommune in Bayern einnehmen.

Als Sofortmaßnahmen fordern wir

  • den ambitionierten Ausbau der Wind- und Solarenergie
  • die umgehende Erlassung einer kommunalen Solarpflicht (Solaranlagen auf allen Neubauten)
  • die schnellstmögliche Umwandlung der Traunsteiner Stadtwerke zu einem Energiedienstleiter, der ausschließlich Produkte aus erneuerbaren Energien anbietet; Neubau und Betrieb entsprechender Wärme- und Solarerzeugungsanlagen, möglichst auf städtischen Gebiet.
  • energetische Sanierung (Wärmedämmung) des gesamten Altbaubestandes unter organisatorischer Federführung der Stadtverwaltung unter Nutzung von Förderprogrammen
  • die Erarbeitung und zügige Umsetzung eines geeigneten Verkehrskonzeptes mir Vorrang für ÖPNV, Fahrrad- und Fußverkehr; Reduzieung des Autoverkehrs, langfristige Umstellung auf alternative Mobilität, Förderung von Carsharing sowie Eletrifizieung aller städtischen Fahrzeuge und des ÖPNV
  • wirksamer Schutz und Aufforstung der Wälder (Bindung von CO2!)
  • eine deutliche Minimierung des Flächenverbrauchs

Alle vorgeschlagenen Sofortmaßnahmen sind im Sinne des Klimaschutzkonzeptes und sollen dieses unterstützen und ergänzen.