Klimanotstand in Traunstein

Europa, Britisches Parlament,Los Angeles, Vancouver und London und in Deitschland Kiel, Köln, das Land Berlin und nun auch München. Die Liste der Orte, die sich zu Klimakrisengebieten erklären, wächst. Mehr als 65 Einträge sind inzwischen in Deutschland zusammengekommen, seit der Gemeinderat von Konstanz am 2. Mai den Anfang machte und einstimmig beschloss, all seine Entscheidungen künftig unter Klimavorbehalt zu stellen.

Welche Städte das sind, können sie hier ausfürlich nachlesen: mehr Infos

Und so sieht es (noch) in unserer Heimatstadt aus:

Traunsteiner Stadtratsmehrheit lehnt mit  15:6 Stimmen die die Ausrufung des Klimanotstandes ab!!!b

Der Antrag (mehr zu lesen hier und hier Antrag)erfolgte von Grünen und Traunsteiner Liste, angeregt von der gleichnamige Initiative von Fridays For Future (mehr zu lesen hier)

“Presseerklärung von Fridays for Future”

Wieso fürchtet die kommunale Politik sich ebenso, wie die bundesweite, vor ernsthaften Veränderungen, die unausweichlich und umso stärker sind, je später sie geschehen? ‘Wir bringen 800 Menschen auf die Straße und trotzdem passiert nichts, das ist schon sehr enttäuschend’, meint Lena Brandl, 16-jährige Schülerin des Chiemgau-Gymnasiums. ‘Sie schauen zu, versichern, wie sehr sie uns unterstützen, aber schlussendlich sind es nur Floskeln‘, fügt ihre Mitschülerin Linda Bergmann hinzu. 

Dabei könnte man meinen, dass auch ein paar Politiker aufwachen, wenn ganze vier Prozent der Traunsteiner Einwohner an einem Freitagvormittag streiken, um auf das Handelsdefizit hinzuweisen. Gerade bei Parteien, die sich christlich nennen und Werterhaltung auf die Fahnen schreiben, ist es überaus verwunderlich, dass die Erde nicht zu den Werten gehört, die als wichtig für eine zukünftige Welt angesehen werden. Dabei sollte doch die Erhaltung des Lebens an sich höchste Priorität sein, selbst wenn man nicht auf Millionen Demonstranten weltweit hören möchte.

Auch die, die so gerne auf den Schutz der Wirtschaft pochen, könnten sich vielleicht einmal die Frage stellen, ob sie lieber die wesentlich geringeren Kosten jetzt tragen, wo wir die Möglichkeit der Entwicklung von Technologien und eine Minimierung der Problematik auf das Ertragbare haben, oder später, wenn riesige Kosten für eine Eindämmung der Folgen aufgewendet werden müssen und gleichzeitig in das Verhindern der dadurch aufkommenden sozialen Unsicherheiten.”